Rasenanlage

Der Boden ist das Fundament des Rasens

Der Boden ist das Fundament des Rasens. Vor Beginn der Arbeiten sind Verdichtungen, nasse Bereiche und Steine zu identifizieren - eventuelle Dränagen einzubauen und stark organische Böden mit gewaschenen Sand abzumagern. Stark verdichtete Flächen (häufig nach Neubau von Häusern) müssen unbedingt mechanisch gelockert werden. Eine Alternative wäre die Fläche mit Lupinen anzusäen. Dies lockert den Boden, verbessert die Krümelstruktur und sammelt als Leguminose auch noch Stickstoff. All dies fördert dadurch nun eine wirklich erfolgreiche Ansaat des neuen Rasens.

Standort genau anschauen    
Der Standort ist der zweitwichtigste Faktor bei der Bestimmung der Nutzung. Welcher Rasentyp wird gewünscht? Zierrasen – Gebrauchtrasen – Schattenrasen – Kräuterrasen – Blumenwiesen.
Schatten hat einen hohen negativen Einfluss auf den Zustand Ihrer Rasenfläche (Bäume, Büsche, Hecke - Laub, Wurzeln, Nadeln, Gebäude und Mauern). Daher sind Licht- und auch Windeinfluss zu überprüfen. Auch Erkundigungen über Wetterdaten (Jahresdurchschnittstemperatur und Niederschläge), Höhenlage über NN sind einzuholen.
Für eine genaue Vorbestimmung ist es wichtig Bodenproben zu entnehmen und diese dann in einem Bodenlabor analysieren zu lassen. Dabei sollten die die Proben aus ca. 5 cm Tiefe entnommen werden und auf folgende Werte PH Wert, P, K und Mg untersucht werden.

Aussaat, Düngung und Bewässerung
Mit den Parametern des Standortes und des Bodens wird nun die Gräserauswahl, die Art und die Menge des Düngers und der Bewässerung bestimmt. Die Flächen vor der Ansaat je nach durchgeführter Bodenanalyse düngen. Vor allem Phosphat ist für den Start der junge Gräser enorm wichtig.
Die beste Jahreszeit zur Aussaat ist der Herbst, da Wärme und Feuchtigkeit in der Regel in dieser Zeit die besten Erfolgsaussichten bietet. Zu zeitige Ansaaten im Frühjahr bieten oft nicht ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ansaat. Es ist oft sehr trocken und kalt, denn die Bodentemperatur sollte wenigstens 10°C betragen.
Bei der Ansaat sollte auf folgendes geachtet werden: Die größte Menge des ausgebrachten Saatguts sollte mit Boden bedeckt sein, denn das Saatgut benötigt für eine erfolgreiche Keimung zwingend Bodenkontakt. Flächen anschließend nicht walzen, denn dies könnte bei Regen oder zu hohen Beregnungsmengen zu Erosion führen.
Eine Ansaat ist im Vergleich zum Rollrasen langfristig gesehen in der Regel erfolgreicher. Auch die finanziellen Mehrkosten für den Rollrasen sind dabei in Betracht zu ziehen. Eigentlich benötigt ein Rollrasen vor allem in den ersten Jahren mehr Pflege. Mit dem alleinigen schnellen Zudecken des Bodens durch Rollrasen ist es eben nicht getan, leider aber ist eben gerade dies der große Trugschluss vieler Rasenliebhaber.

Nach der Einsaat sind die Flächen unbedingt feucht zu halten. Die Keimlinge dürfen nicht austrocknen. Daher ist der regelmäßige Einsatz eines Sprengers bzw. einer Beregnung einplanen. Bei trockener Witterung ist die Fläche 4-5-mal am Tag für max. 10 Minuten zu beregnen. Auch wenn die ersten grünen Hälmchen zu erkennen sind, der Rasen muss in einer regenarmen Zeit weiterhin noch 2 Wochen feucht gehalten werden.

Mähen: Der erste Schnitt erfolgt bei absolut trockenem Wetter bei einer Grashöhe von ca. 8 cm. Die Messer müssen absolut scharf sein, ansonsten wird das noch nicht fest verwurzelte Gras aus dem Boden gerissen.

Viel Erfolg bei der Rasenanlage wünscht Der Rasenfuchs.
 

Der Rasenfuchs

Norbert Lischka ist Master Greenkeeper und Rasenberater mit über 25 Jahren praktischer Erfahrung. Er arbeitet zurzeit in Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Schweiz und Finnland. Zudem besuchte er in den letzten 30 Jahren weltweit über 500 Plätze.

Kontakt

DER RASENFUCHS
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