Rasenregeneration, Rasenrenovation oder Rasensanierung?

Rasenregeneration

Rasenregeneration, Rasenrenovierung oder gar Rasensanierung, der Rasenfuchs gibt Ihnen Tipps, erläutert die Begrifflichkeiten und gibt Empfehlungen, was bei welchem Zustand des Rasens zu unternehmen ist. 

Was bedeutet Rasenregeneration?

Eine Rasenregeneration ist nötig, wenn auf den Rasenflächen unerwünschte Wildgräser, Wildkräuter, Krankheiten und Lücken überhandnehmen. Sinnvoll ist dies nur, wenn noch mehr als 30% gute Rasengräser vorhanden sind. Mit der Regeneration soll der Anteil an tiefwurzelnden Gräsern erhöht, die Strapazierfähigkeit des Rasens verbessert sowie die krankheitsanfälligen Gräser minimiert werden. Auf Fußballplätzen wird für eine Rasenregeneration eine Spielpause von 4-6 Wochen benötigt. Im heimischen Garten spielt die Zeit dagegen nicht eine ganz so große Rolle.
Mehrere Arbeitsschritte folgender Maßnahmen wie Vertikutieren, Striegeln, Aerifizieren können dabei zum Einsatz kommen. Eine Nachsaat mit dem für diesen Standort richtigen Saatgut sollte anschließend durchgeführt werden. Ein leichtes Besanden (ca.1L./m2) falls möglich mit ein wenig Organik wäre der nächste Schritt. Das Saatkorn behält durch das Besanden den Kontakt zum Boden und zugleich verhindert es das schnelle Austrocken und das eventuelle Wegblasen des Saatgutes durch den Wind. Es ist nur eine schwache Düngung (Phosphat betont) zur Nachsaat nötig. Wichtig ist, den Platz oder Rasenfläche ca. 3 Wochen lang täglich feucht zu halten.
   
       
Was bedeutet Rasenrenovation?
 
Dies bedeutet, dass durch spezielle Maschinen der komplette Abtrag der Rasendecke durchgeführt wird. Dies ist nur dann ratsam, wenn eine Regeneration in der Regel keinen Sinn mehr ergibt. Häufig kommt diese Art auf Fussball-Bundesligaplätzen zum Einsatz. Deren Anspruch ist in einem viel höheren Qualitätsbereich als im privaten Garten oder beim Dorfverein um die Ecke anzusehen. Dadurch kommt die Renovation auf Bundesligaplätzen natürlich auch häufiger zum Tragen.
Doch auch in privaten Gärten wurden in den letzten Jahren vermehrt Renovationen von Rasenflächen durchgeführt. Nach dem Abtrag der Rasendecke wird in der Regel auch hier danach die obersten cm leicht gelockert. Danach erfolgt eine Phosphatbetonte Düngung. Nach dem Verlegen der Soden (Dicksode im Stadion) werden die nun verlegte Rollrasen leicht gewalzt. Dies fördert den Bodenkontakt und die Ebenflächigkeit der Rasenfläche. Wichtig ist nun das tägliche Überprüfen der Feuchtigkeit der Soden und des Bodens. Falls notwendig sollte dann in den ersten Tagen bis zur Verwurzelung der Sode mit dem Boden öfters in kleinen Mengen beregnet werden. Dabei ist darauf zu achten, das vor allem die Sode niemals austrocknet.


Was bedeutet Rasensanierung?

Falls weder die Regeneration noch die Renovation den gewünschten nachhaltigen Erfolg zeigen, dann kommt die Rasensanierung zum Einsatz. Bei der Rasensanierung können eine Tiefenlockerung, Tiefenschlitzen oder auch ein Tiefenbohren sinnvoll sein. Weitere Möglichkeiten bieten auch ein nachträglicher Einbau von Dränagen sowie diverse maschinell verlegte Schlitzdränagen (Sand). Nach Abschluss dieser Maßnahmen kann auch noch eine Nachsaat erfolgen. Ein Besanden der Fläche und einschleppen des Sandes sowie falls nötig auch ein Abwalzen beenden die Rasensanierung.


Viel Erfolg bei der Rasenpflege wünscht Der Rasenfuchs.

Der Rasenfuchs

Norbert Lischka ist Master Greenkeeper und Rasenberater mit über 25 Jahren praktischer Erfahrung. Er arbeitet zurzeit in Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Schweiz und Finnland. Zudem besuchte er in den letzten 30 Jahren weltweit über 500 Plätze.

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