Der Alltag besteht in der Flucht vor Atomstrahlung, Krieg, Ressourcenknappheit und Naturkatastrophen. „Postcards from the Future“ blickt von Düsseldorf aus in eine düste-re Zukunft.
Heimatlosigkeit in einer poetisch-düsteren Zukunftsvision: Die Regisseurin Anna Malu-nat und der Bühnenbildner Jan Kattein skizzieren mit ihrem Bühnenstück „Postcards from the Future“ einen Sciencefiction-Ausblick in die globalisierte Zukunft: Der Alltag besteht in der Flucht vor Atomstrahlung, Krieg, Ressourcenknappheit und Naturkata-strophen. Dem zugrunde liegen Interviews von der weißrussische Autorin Swetlana Ale-xijewitsch mit Überlebenden der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl.
Das Bühnenbild besteht dabei aus 2.000 Bohnenranken, die der Bühne etwas Urwaldar-tiges geben und an das Verschlungenwerden der Zivilisation denken lassen. Für dieses Bühnenbild, das über eine Woche lang frisch bleiben musste, lieferte Aqua-Technik eine ausgeklügelte Tropfbewässerung: Sie musste die Pflanzen ausreichend wässern, ohne der Bühne und der Technik zu schaden oder die Schauspieler zu behindern.
Das Forum Freies Theater (FFT) erlebte mit diesem Stück der Heimat-Trilogie der Re-gisseurin Mitte September den Abschluss der Reihe.

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