Hunter MCC – professionelle Bewässerungssteuerung für komplexe Anlagen
Flexibel steuern. Einfach erweitern. Bewässerung zentral im Blick behalten.
Mit dem Hunter MCC Steuergerät lassen sich größere und anspruchsvolle Bewässerungsanlagen flexibel aufbauen und steuern. Das Besondere: MCC verbindet konventionell verdrahtete Ventile, Hunter EZ-Decoder im Zweileitersystem und Wireless Valve Link Funkventile innerhalb eines Systems.
Dadurch eignet sich MCC sowohl für neue Bewässerungsanlagen als auch für Erweiterungen und Modernisierungen bestehender Systeme. Unterschiedliche Anschlussarten können dort eingesetzt werden, wo sie technisch und wirtschaftlich am sinnvollsten sind.
Bis zu 108 Stationen, erweiterte Durchflussüberwachung und die Möglichkeit zur zentralen Online-Verwaltung machen MCC zu einer vielseitigen Steuerung für professionelle Bewässerungsprojekte.
Eine Steuerung – drei Möglichkeiten der Ventilanbindung
Bei größeren Anlagen unterscheiden sich die Anforderungen häufig von Bereich zu Bereich. Bestehende Ventile sind bereits konventionell verkabelt, neue Bereiche sollen über eine Zweileiterleitung erschlossen werden und an schwer zugänglichen Stellen wäre eine Funkverbindung deutlich einfacher.
Mit MCC müssen diese Bereiche nicht zwangsläufig über getrennte Steuergeräte betrieben werden.
Konventionelle Verdrahtung
Die klassische Einzelverdrahtung eignet sich beispielsweise für vorhandene Installationen oder Ventile in unmittelbarer Nähe des Steuergerätes.
Hunter EZ-Decoder Zweileitersystem
Über das Hunter EZ-Decoder-System können zahlreiche Ventile über eine gemeinsame Zweileiterstrecke angesteuert werden. Das reduziert den erforderlichen Kabelaufwand insbesondere bei weitläufigen Anlagen.
Wireless Valve Link
Ventile können zusätzlich drahtlos über das Hunter Wireless Valve Link System angesteuert werden. Das ist besonders interessant, wenn eine Kabelverlegung nur mit großem Aufwand möglich wäre oder bestehende Anlagen um weitere Bewässerungsbereiche ergänzt werden sollen.
Alle drei Varianten können mit MCC innerhalb derselben Anlage kombiniert werden.
Bis zu 108 Stationen
Das Hunter MCC beginnt als 8-Stationen-Steuergerät und lässt sich modular an die Größe der Anlage anpassen. Je nach verwendeter Anschlusstechnik sind bis zu 108 Stationen möglich.
MCC im Überblick
- 8 Stationen in der Grundausstattung
- modular erweiterbar mit ICM-800 und ICM-2200 Stationsmodulen
- bis zu 54 Stationen bei ausschließlich konventioneller Verdrahtung
- bis zu 108 Stationen im Hybridbetrieb
- konventionelle, Zweileiter- und Funkstationen kombinierbar
- bis zu 16 Bewässerungsprogramme
- bis zu 10 Startzeiten je Programm
- Blockprogrammierung mit bis zu 64 Blöcken
- bis zu 8 kabelgebundene Stationen gleichzeitig betreibbar; über Funk sind abhängig von der Systemkonfiguration weitere gleichzeitige Stationen möglich
- bis zu 3 Pumpen-/Hauptventilausgänge
- bis zu 3 Eingänge für die Durchflussüberwachung
- das MCC verfügt über kein integriertes WLAN. Die Internet- und Cloud-Anbindung erfolgt optional über entsprechende Kommunikationsmodule für WLAN, LAN oder Mobilfunk
- 5 Jahre Herstellergarantie
Besonders interessant für bestehende Bewässerungsanlagen
MCC ist nicht nur für vollständig neue Anlagen interessant. Gerade bei Erweiterungen bestehender Bewässerungssysteme kann die Kombination unterschiedlicher Anschlussarten einen erheblichen Vorteil darstellen.
Ein vorhandener Anlagenteil kann beispielsweise weiterhin konventionell betrieben werden. Eine Erweiterung kann über das Zweileitersystem erfolgen und ein weiter entfernter Bereich über Wireless Valve Link angebunden werden. So muss nicht automatisch die komplette bestehende Installation erneuert werden.
Beispiel
Eine Parkanlage verfügt bereits über 20 konventionell angeschlossene Magnetventile. Ein neuer Grünbereich wird auf der gegenüberliegenden Grundstücksseite angelegt. Zusätzlich soll eine entfernte Pflanzfläche bewässert werden, bei der eine neue Kabeltrasse nur mit erheblichem Aufwand hergestellt werden könnte.
Mit MCC könnte die Anlage folgendermaßen aufgebaut werden:
- Bestandsanlage → konventionelle Verdrahtung
- neuer Grünbereich → EZ-Decoder Zweileitersystem
- entfernte Pflanzfläche → Wireless Valve Link
Alle Bereiche werden anschließend über dasselbe MCC Steuergerät verwaltet.
Passende Produkte zum Hunter MCC
Durchfluss überwachen und Störungen schneller erkennen
Bei großen Bewässerungsanlagen ist nicht nur die Steuerung einzelner Ventile entscheidend. Ebenso wichtig ist die Kontrolle darüber, wie viel Wasser tatsächlich durch das System fließt.
MCC kann mit bis zu drei Durchflusssensoren arbeiten und typische Durchflusswerte der einzelnen Bewässerungsbereiche überwachen.
Weicht der tatsächliche Durchfluss deutlich von den erwarteten Werten ab, kann das auf Probleme wie eine beschädigte Leitung, ein defektes Ventil oder einen ungewöhnlich hohen Wasserverbrauch hinweisen. Das Steuergerät kann betroffene Stationen erkennen und entsprechend auf programmierte Alarmbedingungen reagieren.
Damit wird aus der reinen Bewässerungssteuerung gleichzeitig ein Werkzeug zur Überwachung der Anlage.
Bewässerung an die verfügbare Wassermenge anpassen
Mehrere Bewässerungskreise gleichzeitig zu betreiben spart Zeit – allerdings nur, solange Wassermenge, Leitungsdimensionierung und Fließgeschwindigkeit dies zulassen.
Das integrierte Durchflussmanagement des MCC hilft dabei, größere Bewässerungsanforderungen innerhalb des verfügbaren Bewässerungsfensters zu organisieren.
Das ist beispielsweise interessant für:
- Sportanlagen
- Parkanlagen
- Wohnanlagen
- Gewerbeobjekte
- Hotel- und Freizeitanlagen
- große Privatgärten
- kommunale Grünflächen
- Bildungseinrichtungen und Firmengelände
Weniger Wasserverlust durch Cycle & Soak
Auf Böschungen, verdichteten Böden oder Flächen mit geringer Versickerungsleistung kann eine lange Bewässerungsdauer dazu führen, dass Wasser oberflächlich abläuft.
Mit Cycle & Soak kann eine lange Bewässerung automatisch in mehrere kürzere Bewässerungszyklen unterteilt werden. Zwischen den einzelnen Zyklen liegt jeweils eine definierte Sickerphase. Das Wasser bekommt dadurch mehr Zeit, in den Boden einzudringen.
Das ist besonders sinnvoll bei:
- Hanglagen
- schweren Böden
- verdichteten Flächen
- Flächen mit geringer Infiltrationsleistung
- Bewässerungszonen mit hohen Niederschlagsraten
Zentrale Verwaltung mit Hunter Centralus
MCC ist für die Einbindung in die webbasierte Hunter Centralus Bewässerungsmanagement-Plattform ausgelegt.
Je nach eingesetztem Kommunikationsmodul kann das Steuergerät über WLAN, Ethernet/LAN oder Mobilfunk mit dem Netzwerk verbunden werden.
Über Centralus können Anlagen anschließend zentral über PC, Tablet oder Smartphone verwaltet werden. Damit lassen sich beispielsweise Steuergeräte überwachen, Einstellungen verändern, Anlagenzustände kontrollieren und Alarmmeldungen auswerten, ohne für jede Änderung direkt zum Steuergerät fahren zu müssen.
Besonders bei mehreren räumlich getrennten Anlagen kann das den Wartungs- und Kontrollaufwand deutlich reduzieren.
MCC wächst mit der Bewässerungsanlage
Ein entscheidender Vorteil des Systems ist sein modularer Aufbau. Die Anlage muss nicht bereits bei der ersten Installation auf ihre mögliche Endgröße ausgelegt werden. Zusätzliche Stationsmodule können ergänzt werden, wenn neue Bewässerungsbereiche hinzukommen.
Damit eignet sich MCC beispielsweise für Anlagen, die über mehrere Bauabschnitte entstehen. Heute 16 Stationen – später 40, 60 oder mehr: Das Steuerungssystem kann entsprechend erweitert werden.
Die Erweiterungsmodule sind rückwärtskompatibel zu ICC2 und HCC Steuergeräten. Bestehende Anlagen lassen sich dadurch häufig mit vertrauter Modultechnik aktualisieren.
Für welche Projekte eignet sich Hunter MCC?
Große Grünflächen, unterschiedliche Bewässerungsbereiche und oftmals mehrere Bauabschnitte machen eine flexible Steuerung besonders interessant.
Weit auseinanderliegende Ventilstandorte können konventionelle Verkabelung aufwendig machen. Zweileiter- und Funklösungen eröffnen zusätzliche Möglichkeiten.
Große Wassermengen und begrenzte Bewässerungszeiten stellen besondere Anforderungen an Steuerung und Durchflussmanagement.
Mehrere Grünbereiche, Innenhöfe und unterschiedliche Gebäudeteile können innerhalb eines gemeinsamen Bewässerungssystems zusammengeführt werden.
Rasenflächen, Pflanzflächen und repräsentative Außenanlagen lassen sich mit unterschiedlichen Bewässerungsstrategien innerhalb einer Steuerung verwalten.
Bei umfangreichen Gartenanlagen mit vielen Bewässerungszonen bietet MCC Reserven für spätere Erweiterungen und komplexere Steuerungsaufgaben.
MCC oder ICC2 – wann lohnt sich der Wechsel?
Das Hunter ICC2 ist für viele klassische Bewässerungsanlagen weiterhin eine sehr gute Lösung. MCC wird besonders interessant, wenn die Anlage komplexer wird.
| Hunter ICC2 | Hunter MCC | |
|---|---|---|
| Stationen | 8–54 | 8–108 |
| Programme | 4 | 16 |
| Startzeiten je Programm | 8 | 10 |
| Konventionelle Verdrahtung | Ja | Ja |
| EZ-Decoder | Ja | Ja |
| Wireless Valve Link | Ja | Ja |
| Kombination unterschiedlicher Ausgangstechniken | möglich | besonders für Hybridbetrieb ausgelegt |
| Durchflussüberwachung | Ja | erweitert |
| Durchflussmanagement | – | Ja |
| Durchflussbereiche | 1 | bis zu 3 |
| Pumpen-/Hauptventilausgänge | 1 | 3 |
| Zentralsteuerung | Centralus | Centralus |
Für kleinere und weniger komplexe Anlagen kann ICC2 vollkommen ausreichend sein. Bei größeren Anlagen, mehreren Durchflussbereichen, zahlreichen Stationen oder einer Kombination verschiedener Ventilanbindungen spielt MCC seine zusätzlichen Möglichkeiten aus.
MCC oder ACC2?
Das MCC positioniert sich zwischen dem ICC2 und dem besonders leistungsfähigen ACC2. Während ACC2 für sehr große und besonders anspruchsvolle Anlagen mit umfangreichen Steuerungs- und Überwachungsfunktionen vorgesehen ist, deckt MCC einen großen Bereich professioneller gewerblicher Anwendungen ab.
Damit ist MCC insbesondere dann interessant, wenn mehr Möglichkeiten als beim ICC2 benötigt werden, ein ACC2-System für das Projekt aber nicht erforderlich ist.
Verfügbare MCC Gehäusevarianten
Je nach Einbausituation stehen verschiedene Ausführungen zur Verfügung. Die passende Ausführung richtet sich nach Montageort, Umgebungsbedingungen und Anforderungen des jeweiligen Projektes.
MCC-800-P – Kunststoffgehäuse
Kunststoffgehäuse zur Wandmontage, Schutzart IP55.
Sockelvarianten auf Anfrage
Darüber hinaus bietet Hunter die Sockelausführung MCC-800-PP (Kunststoffsockel, Schutzart IP34) sowie MCC-800-SBKIT für die Installation mit dem Hunter StrongBox Edelstahlsockel SB16SS an. Diese Varianten stellen wir Ihnen auf Anfrage gern zusammen.
Technische Daten Hunter MCC
| Stationsanzahl | 8 bis 108 Stationen |
|---|---|
| Maximal konventionell | 54 Stationen |
| Stationssysteme | konventionell, Hunter EZ-Decoder Zweileiter, Wireless Valve Link |
| Programme | 16 |
| Startzeiten | bis zu 10 je Programm |
| Blockprogrammierung | bis zu 64 Blöcke |
| Gleichzeitige Magnetspulen | bis zu 8 |
| Durchflusssensoreingänge | bis zu 3 |
| Pumpen-/Hauptventilausgänge | 3 |
| P/MV-Ausgang | 24 VAC / 800 mA |
| Netzspannung | 120/230 VAC, 50/60 Hz |
| Transformatorausgang | 3 A |
| Kommunikation | WLAN (2,4 GHz, 802.11n), Ethernet/LAN (RJ-45, 100 Mbit/s) oder Mobilfunk (4G/5G LTE) über entsprechende Module |
| Zentralsteuerung | Hunter Centralus |
| Sensorunterstützung | unter anderem Hunter Solar Sync und kompatible Clik-Sensoren |
| Gehäuse | Kunststoff, Metall, Edelstahl oder Sockelvarianten |
| Schutzart | IP55 bei Wandmontagevarianten, IP34 bei Kunststoffstandbox |
| Zulassungen | UL, CE, cUL, RCM, FCC |
| Garantie | 5 Jahre |
Wir planen das passende MCC-System für Ihr Projekt
Wie viele Stationen erforderlich sind, welche Ventile konventionell angeschlossen werden sollten und wo EZ-Decoder oder Wireless Valve Link sinnvoller sind, hängt stark von der jeweiligen Anlage ab.
aquatechnik unterstützt Fachbetriebe bei der Zusammenstellung professioneller Bewässerungssysteme. Gemeinsam können unter anderem folgende Punkte betrachtet werden:
- Anzahl und Lage der Bewässerungszonen
- vorhandene Verkabelung
- Erweiterung bestehender Anlagen
- Zweileiterstruktur
- Einsatz von Wireless Valve Link
- Durchfluss und verfügbare Wassermenge
- Pumpen- und Hauptventilsteuerung
- Sensorik
- Centralus-Anbindung
- Auswahl der erforderlichen MCC-Module
So entsteht keine unnötig komplizierte Steuerung, sondern ein System, das zur tatsächlichen Bewässerungsanlage passt.
Sie planen eine größere Bewässerungsanlage?
Sprechen Sie mit uns über Ihr Projekt. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl und Zusammenstellung des passenden Hunter MCC Systems und der dazugehörigen Komponenten.
Häufige Fragen zum Hunter MCC
Das Steuergerät beginnt mit acht Stationen und kann auf bis zu 108 Stationen erweitert werden. Bei ausschließlich konventioneller Verdrahtung sind maximal 54 Stationen möglich.
Ja. Einer der wesentlichen Vorteile des MCC ist die Möglichkeit, konventionelle Stationsausgänge, Hunter EZ-Decoder und Wireless Valve Link innerhalb derselben Anlage zu kombinieren.
Grundsätzlich ja. Gerade der hybride Aufbau kann bei Bestandsanlagen interessant sein, weil bestehende konventionelle Bereiche weiter genutzt und neue Bereiche beispielsweise über Zweileiter- oder Funktechnik ergänzt werden können. Die konkrete Kompatibilität der vorhandenen Komponenten sollte vor der Umrüstung geprüft werden.
Nein. Für den Decoderbetrieb ist MCC für Hunter EZ-Decoder vorgesehen. Außerdem müssen MCC-kompatible Versionen der erforderlichen EZ-DM-Module verwendet werden.
MCC ist für die Einbindung in Hunter Centralus vorgesehen. Je nach Kommunikationsmodul kann die Verbindung über WLAN, LAN oder Mobilfunk hergestellt werden.
Ja. MCC unterstützt bis zu drei Durchflusssensoren beziehungsweise Durchflussbereiche und verfügt über Funktionen zur Überwachung und zum Management des Durchflusses.
Ja. Über Hunter Wireless Valve Link können entsprechend ausgestattete Ventile drahtlos in die Anlage integriert werden.
Technisch ist dies möglich. Seine Stärken liegen jedoch vor allem bei größeren und komplexeren Bewässerungsanlagen mit vielen Stationen, mehreren Anschlussarten oder erweiterten Anforderungen an die Durchflussüberwachung.
Hunter MCC – flexibel für die Bewässerung von morgen
Bis zu 108 Stationen. Konventionell, Zweileiter und Funk in einem System. Erweiterte Durchflussüberwachung und zentrale Verwaltung.
Mit MCC lassen sich Bewässerungsanlagen so aufbauen, wie es die jeweilige Fläche tatsächlich erfordert – ohne sich auf nur eine Form der Ventilanbindung festlegen zu müssen.











